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Martin Horn OB Freiburg

Unsere Patenstadt „unser“ neuer Bürgermeister in Freiburg

Martin Horn, geb. Hoffmann, wuchs in einem Pfarrhaus in Hornbach als Sohn eines evangelischen Pfarrers gemeinsam mit drei Schwestern auf. Seit seiner Jugend war er in der kirchlichen Jugendarbeit engagiert; bis 2009 als Jugendleiter des evangelischen Fördervereins „Feuer und Flamme“ der Hornbacher Kirchengemeinde. Horn begann 2009 an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg ein Studium der Internationalen Sozialen Arbeit, das er 2013 mit dem Bachelor abschloss. Anschließend belegte er an der Hochschule Bremen den Studiengang European and World Politics, den er 2014 mit dem Master beendete. Er absolvierte Auslandsstudien in Botswana, Jordanien, Georgien, Russland und der Ukraine. 2014 begann Horn eine Tätigkeit als Europa- und Entwicklungskoordinator im Hauptamt der Stadt Sindelfingen und als freiberuflicher Dozent an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg.

Horn ist verheiratet und hat zwei Söhne; bis zum Umzug 2018 hat die Familie in Stuttgart gelebt.

Politischer Werdegang

2018 kandidierte Horn für das Amt des Freiburger Oberbürgermeisters. Die SPD und die Wählerinitiative Freiburg Lebenswert unterstützten ihn im Wahlkampf. Während des Wahlkampfs wurde in den Medien eine mögliche Verbindung Horns zur evangelikal-charismatischen Freikirche ICF bzw. deren Engagement in Horns Wahlkampfteam thematisiert. Kurz vor der Wahl besuchte Horn auf Einladung eines ICF-Predigers nach eigenen Angaben zwei Veranstaltungen der ICF Freiburg. In einem Zeitungsinterview stellte Horn diesbezüglich fest, dass er weder Mitglied der ICF noch einer anderen evangelikalen Freikirche sei, sondern Mitglied der evangelischen Kirche.

Horn erhielt mit 34,7 % im ersten Wahlgang am 22. April 2018 3,4 Prozentpunkte mehr Stimmen als der amtierende Oberbürgermeister Dieter Salomon (Bündnis 90/Die Grünen).

Im zweiten Wahlgang am 6. Mai 2018 traten vier Kandidaten an. Horn erzielte mit 44,2 % die meisten der abgegebenen Stimmen, für den Wahlsieg reichte eine einfache Mehrheit. Gegenüber der Badischen Zeitung erklärte er, in seinem 100-Tage-Programm auf die Schwerpunktthemen Wohnsituation und Bürgernähe zu setzen. Auf der Wahlfeier griff ihn ein 54-jähriger Mann an und verletzte ihn im Gesicht; das Nasenbein wurde gebrochen und ein Zahn beschädigt. Der Täter wurde vor Ort gefasst, er soll psychische Probleme haben.

Wegen der Wahlanfechtungsklage einer bei der Wahl nicht zugelassenen Gegenkandidatin konnte Horn zunächst nicht wie vorgesehen das Amt des Oberbürgermeisters zum 1. Juli 2018 antreten. Allerdings bestellte ihn der Gemeinderat zum Amtsverweser; damit war er vorläufig Chef der Verwaltung, hatte aber kein Stimmrecht im Gemeinderat.


 


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